Downloads: Die 4 besten WordPress Download Manager Plugins
Viele wünschen sich einen „Downloadbereich“ auf ihrer Website. Dort können zum Beispiel kostenlose Downloads wie Pressefotos, Pressemitteilungen, Firmenbroschüren oder Produktdatenblätter zur Verfügung gestellt werden. Aber auch kostenpflichtige digitale Angebote wie eBooks oder umfangreiche Tutorials und Online-Kurs-Unterlagen werden gerne als Download zur Verfügung gestellt.
Durch die Integration von Download Manager-Plugins lassen sich diese Angebote ansprechend gestalten, Download-Statistiken erstellen und je nach gewählter Lösung können auch Zahlungsvorgänge abgewickelt werden.
Die häufigsten Kriterien für ein Download Manager-Plugin sind:
- Gestaltung: Die Downloads sollten übersichtlich angezeigt werden können und das Design im Idealfall nicht zu viel Konfigurationsaufwand benötigen.
- Dateigröße: Es ist schön, wenn vor dem Download die Dateigröße angezeigt wird, denn wer will sich schon ohne Vorabinformation eine 50MB Datei aufs Mobiltelefon herunterladen.
- Download-Counter: Wenn auf einer Website viele kostenlose Downloads zur Verfügung gestellt werden, ist es interessant zu sehen, welche Dateien am häufigsten heruntergeladen werden. Sind die Downloads kostenpflichtig, ergeben sich die Download-Statistiken ohnehin aus dem Umsatz.
- Vorschaubild: Download-Links mit einer Vorschau, was sich dahinter verbirgt, werden häufiger angeklickt. Nicht alle Download-Manager-Plugins ermöglichen eine Vorschau auf die Inhalte, ohne die Ladezeit des Download-Bereichs negativ zu beeinflussen.
Download Manager Plugins im Überblick
Download Manager
Das Plugin Download Manager mit über 100.000 aktiven WordPress-Installationen bietet die umfangreichste Lösung und erlaubt die Anzeige der einzelnen Downloads über Shortcodes für ganze Download-Listen bzw. einzelne Downloads. Meine Kriterien sind alle erfüllt, mit einzelnen Kritikpunkten:
- Gestaltung: relativ viele Optionen über Settings oder Shortcode, z.B. Dateigröße
- Dateigröße: wird angezeigt
- Counter: ja
- Vorschaubild: ja, oder Icon
- Kostenpflichtige Downloads: ja, aber nur mit teuren Add-ons
Zuerst werden die Downloads im Backend angelegt. Auch für die Farbgestaltung gibt es in den Einstellungen / Settings Auswahloptionen:
Und so sieht das (hier links mit Elementor-Shortcode) dann im Frontend aus. Es können entweder alle Downloads in einer Liste, bestimmte Kategorien oder einzelne Downloads angezeigt werden. Dazu ist es allerdings nötig, den jeweiligen Shortcode entsprechend anzupassen. Die gesamte Liste der Möglichkeiten befindet sich in der Dokumentation zu den im Download Manager verfügbaren Shortcodes.
Sieht soweit ganz gut aus. Aus meiner Sicht hat der Download Manager aber auch gewisse Nachteile. In der Einzelansicht verlinkt der Download-Titel auf eine extra Unterseite, die bei einfachen Downloads nicht unbedingt nötig ist und für Benutzer:innen einen eventuell verwirrenden Umweg auf dem Weg zum Download darstellt.
Außerdem gibt es eine unüberschaubar lange Liste von relativ teuren Add-ons, die es zwar theoretisch ermöglichen, auch kostenpflichtige Downloads anzubieten, quasi eine kleine Shop-Lösung. Allerdings verursacht hier in der Umsetzung mit Download Manager auch beinahe jede einzelne Funktion Zusatzkosten, im Vergleich zu WooCommerce, für das sehr viele Zusatzfeatures Versionen kostenfrei verfügbar sind. Daher eignet sich meiner Meinung nach der Download Manager eher nur für kostenlose Downloads.
Download Monitor
Der Download Monitor ist im Vergleich zum Download Manager wesentlich weniger umfangreich, aber aufgrund fehlender Vorlagen-Optionen etwas aufwendiger in der Gestaltung. Hier braucht man meist einige CSS-Zeilen zur ansprechenden Gestaltung der eigenen Download-Lösung. Dafür werden die Downloads direkt beim Klick auf den Titel (bzw. auf den Button, falls eingebaut) heruntergeladen, ganz ohne Umwege auf Unterseiten.
- Gestaltung: wenige Vorlagen-Optionen, mit Einschränkungen
- Dateigröße: wird nur bei Nutzung bestimmter Vorlagen angezeigt
- Counter: ja
- Vorschaubild: ja, muss aber extra hinzugefügt werden
- Kostenpflichtige Downloads: ja, aber sehr eingeschränkte Funktionen, nur PayPal
Die Downloads werden im Download Monitor-Dashboard angelegt. Für die Gestaltung gibt es in den Einstellungen / Settings nur sehr wenige Vorlagen-Auswahloptionen. Die Standard-Vorlage enthält überhaupt nur den Titel, keinen Download-Button. Die Vorlage „Box“ wiederum ist mir dafür etwas zu umfangreich.
Mit der Standardvorlage sieht das im Frontend sehr reduziert aus. Vorschaubild und Button müssten, falls gewünscht, noch extra hinzugefügt werden:
Für eine einfache Download-Verwaltung ist der Download Monitor gut geeignet, für besondere Ansprüche eher weniger.
Auch kostenpflichtige Downloads würden sich mit dem Download Monitor theoretisch relativ schnell und ohne viel Aufwand umsetzen lassen. Die einzige zur Verfügung stehende Zahlungsmethode ist hier allerdings PayPal, was meistens nicht ausreichend ist. Download Monitor bietet bisher auch in den Bezahl-Versionen leider keine weiteren Payment-Gateways an.
Simple Download Monitor
Simple Download Monitor ist eine eigene Lösung, keine Light-Version des vorher beschriebenen Plugins Download Monitor. Trotzdem ist dieser Download Manager sehr „abgespeckt“. Es ist die mit Abstand am wenigsten selbsterklärende Lösung. Ohne Nachschauen in der Dokumentation bleiben sogar die Shortcodes recht gut versteckt, denn sie werden leider nicht in der Übersicht neben den Download-IDs angezeigt. Auch die verfügbaren Templates erschliessen sich nur aus den Shortcodes. Um das Ganze dann gut zu gestalten, wird am Finetuning mit CSS kein Weg vorbeiführen.
- Gestaltung: nur 2 Vorlagen-Optionen, "fancy1" und "fancy2", eher nicht sehr fancy
- Dateigröße: wird nur angezeigt, wenn extra eingetragen und im Shortcode ergänzt
- Counter: ja
- Vorschaubild: ja
- Kostenpflichtige Downloads: nein
Hier eine Übersicht der angelegten Downloads, wobei hier eben in der Übersicht die Shortcodes fehlen. Diese finden sich nur in der Bearbeitungsansicht der einzelnen Downloads oder lassen sich über die Dokumentation herausfinden.
Im Frontend wird der jeweilige Shortcode mit oder ohne Zusatzinfos eingefügt, hier beim ersten Eintrag inkl. der Dateigröße, die beim Anlegen des Download noch dazu extra manuell in ein Feld eingetragen werden musste – simpel oder übersichtlich geht eigentlich anders.
Nichtsdestotrotz hat das Plugin mehr als 20.000 Installationen und auch durchwegs gute Bewertungen, daher habe ich es hier dennoch näher beschrieben. Ich selbst habe es aufgrund fehlender / versteckter Features und angesichts besserer Alternativen bisher noch nicht aktiv eingesetzt.
Die Erstellung kostenpflichtiger Downloads ist mit dem Simple Download Manager nicht möglich.
Easy Digital Downloads
Mit dem Plugin Easy Digital Downloads lassen sich grundsätzlich kostenfreie oder kostenpflichtige Downloads verwalten, mit einem starken Fokus auf kostenpflichtige Downloads. Das Plugin kann daher für den Verkauf von digitalen Produkten / Downloads durchaus als Alternative zu WooCommerce gesehen werden, ist aber für ein reines Angebot kostenfreier Downloads weniger geeignet.
- Gestaltung: nur wenige Optionen (für Buttons), eigenes Design über CSS nötig
- Dateigröße: wird nicht angezeigt
- Counter: nein, aber dafür umfangreiche Bestellübersichten
- Vorschaubild: kann angezeigt werden
- Kostenpflichte Downloads: ja, umfangreiche Shop-Lösung, WooCommerce-Alternative
Das Wichtigste zuerst: Easy Digital Downloads (EDD) bietet in der kostenlosen Version Zahlungsmöglichkeiten mit PayPal und Stripe für Kreditkartenzahlungen (Visa, Mastercard, AmEx) sowie einen „Shop-Gateway“ für Testzwecke. Im Gegensatz zu WooCommerce gibt es allerdings leider keine Möglichkeit, eine Zahlung per Banküberweisung anzubieten die Transaktion nach erhaltener Zahlung abzuschließen. Das ergibt sich vermutlich daraus, daß EDD ursprünglich für den Verkauf von Softwarelizenzen entwickelt wurde.
Die Payment-Gateways PayPal und Stripe sind bis auf die Transaktionsgebühren der Anbieter selbst in EDD immerhin kostenfrei. Für weitere Zahlungskanäle wie z.B. SOFORT stellt Easy Digital Downloads eher teure Erweiterungspakete im Rahmen der Pro-Versionen zur Verfügung.
Die Downloads werden wie bei den anderen Plugins im Dashboard angelegt. Die einzelnen Downloads sind dann entweder über die Katalogansicht unter xyz.com/downloads oder unter den einzelnen Produkt-Unterseiten xyz.com/downloads/produktx zu finden. Alternativ können auch Shortcodes verwendet werden, um den Download-Katalog auf einer beliebigen Landing Page anzuzeigen.
Die Kassenseite stellt die Produkte im Warenkorb tabellarisch dar und führt nach der Eingabe der Käufer:innendaten zum „Kaufen“-Button.
Direkt nach dem Kauf erscheint die Bestätigungsseite, wo die Downloads unmittelbar per Klick auf den Link heruntergeladen werden können. Zusätzlich wird eine Bestätigungs-Email inkl. Download-Links versendet.
Die von EDD versendeten Email-Bestätigungen sind etwas übersichtlicher als die WooCommerce-Emails und können leichter bearbeitet werden.
Abschließend kann man sagen, daß Easy Digital Downloads als Shop-Lösung für den Verkauf digitaler Produkte eine Alternative zu WooCommerce sein kann. Für einen reinen Download-Bereich ohne Bezahlfunktionen ist das Plugin hingegen nicht wirklich geeignet.
Einfacher Button
Es gibt aber auch Situationen, wo kein großer Download-Bereich gefragt ist, sondern nur einzelne Download-Links benötigt werden. Da kann es etwa um Downloads von AGBs, Vereinsstatuten und sonstigen Unterlagen gehen, die über die Website permanent verfügbar sein sollen, damit sie nicht immer extra per Email versendet werden müssen.
Solche Downloads lassen sich am besten über einen einfachen Button realisieren. Dabei führt der Link des Buttons nicht auf eine weitere Landing Page, sondern direkt auf die in der Mediathek gespeicherten Download-Datei.
Das funktioniert so:
1. Download-Datei in der Mediathek speichern
2. Button erstellen und Button-Text festlegen
3. Download-Dateipfad / URL, z.B. xyz.com/wp-content/uploads/ download_demo.pdf in der Mediathek kopieren und zum Button hinzufügen.
Voilà! Beim Klick auf den Button wird der Download sofort gestartet.
Fazit
Für die Umsetzung eines Download-Bereichs mit kostenfreien Downloads empfehle ich derzeit die Plugins Download Manager oder Download Monitor, bzw. für einzelne Download-Angebote auch einen einfachen Button. Kostenpflichtige Downloads mit mehreren Zahlungsmöglichkeiten können mit dem Plugin Easy Digital Downloads oder auch mit WooCommerce realisiert werden.
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Über die Autorin*

Elke ist WordPress-Entwicklerin mit Leib und Seele. Nach beruflichen Stationen im Consulting, Kultur- und Projekt-Management beschäftigt sie sich momentan am liebsten mit HTML, CSS, PHP, SEO, Crêpes und Kaffee. >> Alle Blog-Artikel
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